Medieninformation| 10. Mai 2012

IG Metall: Weit über eine halbe Million Metaller machen Druck für ihre Forderung

Frankfurt/Main - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall die Warnstreiks am Donnerstag massiv fortgesetzt. Bis zum Mittag (14 Uhr) legten knapp 90.000 Beschäftigte aus rund 440 Betrieben vorübergehend die Arbeit nieder. Für den heutigen Nachmittag und Abend sind weitere Warnstreikaktionen geplant. Seit Ende der Friedenspflicht haben sich bundesweit bereits rund 580.000 Beschäftigte aus rund 2.500 Betrieben an den Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beteiligt, teilte die IG Metall am Donnerstag mit. 

Medieninformation| 9. Mai 2012

Blockade total

Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie

9.05.2012| Zweibrücken.

Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild erklärte nach den Verhandlungen: „Wir erlebten die totale Blockadehaltung. Die Arbeitgeber der Mittelgruppe haben sich selbst in eine ideologische Zwickmühle manövriert. Sie haben versucht, ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit gegen Tarifforderungen zu mobilisieren, die die IG Metall nie gestellt hat. Jetzt spielen sie auf Zeit und sind noch nicht einmal in der Lage einen Verhandlungstermin zu nennen."

Die IG Metall habe ebenso wenig eine Zwangsübernahme gefordert, wie sie ein faktisches Verbot von Leiharbeit anstrebe, sagte Schild nach den Verhandlungen. Besonders enttäuschend sei für die Mitglieder der IG Metall die Verweigerung eines verbesserten Entgeltangebotes. 

Die IG Metall im Bezirk Frankfurt kündigte an, jetzt würden Gespräche mit den Betriebsräten über die politische und logistische Vorbereitung einer Urabstimmung begonnen. „Bis zum 15. Mai haben wir den Arbeitgebern Zeit gegeben, dann ist der point of no return überschritten", sagte Schild. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Tarifbewegung in Urabstimmung und Arbeitskampf münde, sei mit dem heutigen Verhandlungstermin größer und nicht kleiner geworden. Es bleibe dabei: „Einen Tarifabschluss gibt es mit uns nur, wenn es zu allen drei Forderungen eine befriedigende Lösung gibt."

Die 4. Tarifverhandlung für die 400.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen wurde am Mittwoch in Zweibrücken ohne Ergebnis vertagt. Ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht festgelegt.

Warnstreikaktion bei Dura

Warnstreikaktion bei Ideal Standard

Medienbericht Trierischer Volksfreund 9. Mai 2012

Tarifverhandlungen: Metaller fahren harte Streikwelle

Die IG-Metall-Streiks in der Region gehen – wie hier bei Ideal Standard in Wittlich – weiter. TV-Foto: Klaus Kimmling

Vor der vierten Runde der Metall-Tarifverhandlungen im Südwesten sind die Fronten zwischen Arbeitgebern und der Gewerkschaft IG Metall verhärtet. Allein in der Region Trier haben sich in den vergangenen Tagen mehr als 1500 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Trier/Wittlich/Weinsheim. Mit einem Doppelschlag haben die Beschäftigten der Metallbranche in der Region Trier gestern mit Warnstreiks in der Tarifauseinandersetzung ein Zeichen gesetzt. In Wittlich bei Ideal Standard und in Weinsheim (Eifelkreis Bitburg-Prüm) bei der Firma Stihl gingen insgesamt fast 500 Beschäftigte auf die Straße.

Warnstreikaktion bei Stihl

Warnstreikaktion bei Volvo Construction

Warnstreikaktion bei TK Bilstein Suspension

Warnstreikaktion bei Schaeffler

Warnstreikaktion bei GKN Driveline

Medieninformation| 8. Mai 2012

IG Metall fordert ernsthafte Vorschläge der Arbeitgeber für alle Forderungselemente

Frankfurt/Main - Vor der vierten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall mit weiteren Warnstreiks den Druck erhöht: Über 80.000 Beschäftigte aus rund 460 Betrieben beteiligten sich bis zum Mittag (14 Uhr) an Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen. Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied und zuständig für Tarifpolitik, forderte die Arbeitgeber auf, insbesondere zu den Themen Übernahme und Leiharbeit endlich konstruktiv zu verhandeln. "Die Arbeitgeber müssen jetzt ernsthafte Vorschläge auf den Tisch legen. Das gilt für alle Forderungselemente. Wenn es nicht spätestens bis Pfingsten ein Tarifergebnis gibt, führt kein Weg an einem Arbeitskampf vorbei", sagte Schwitzer am Dienstag in Frankfurt. 

Medieninformation| 7. Mai 2012

IG Metall setzt Warnstreiks unvermindert fort - Detlef Wetzel: "Signal an Arbeitgeber, ihre Blockadehaltung aufzugeben"

Frankfurt/Main - Die IG Metall hat ihre Warnstreiks unvermindert fortgesetzt. Über 45.000 Beschäftigte aus rund 130 Betrieben beteiligten sich bis zum Mittag (14 Uhr) an Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen. "Die massiven Warnstreiks zeigen, dass die Beschäftigten entschlossen sind, für ihre Forderungen zu kämpfen. Das ist ein Signal an die Arbeitgeber, endlich ihre Blockadehaltung aufzugeben und konstruktiv zu verhandeln", sagte Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, am Montag in Frankfurt. Seit Ende der Friedenspflicht haben sich bundesweit über 325.000 Beschäftigte aus rund 1.250 Betrieben an den Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beteiligt

Medieninformation| 3. Mai 2012

Metaller verstärken den Druck mit über 115.000 Warnstreikenden

Frankfurt/Main - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall die Warnstreiks am Mittwoch erneut massiv ausgeweitet. Bis zum Mittag (14 Uhr) demonstrierten über 115.000 Beschäftigte aus rund 400 Betrieben mit Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen für ihre Forderung. Für den heutigen Nachmittag und Abend sind weitere Warnstreikaktionen geplant. Seit Ende der Friedenspflicht haben bereits knapp 160.000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ihrer Forderung Nachdruck verliehen, teilte die IG Metall am Donnerstag in Frankfurt mit.

metallnachrichten

+++ Tarifkommissionen lehnen Arbeitgeber- >>Angebot<< ab +++ Warnstreiks & Aktionen starten+++

Medieninformation| 27. April 2012

Tarifverhandlungen Leiharbeit: In wesentlichen Punkten keine Annäherung

Frankfurt/Main - Auch in der dritten Runde der Tarifverhandlungen über Branchenzuschläge für die Leiharbeitsbeschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie hat es keine Einigung gegeben. In wesentlichen Punkten liegen IG Metall auf der einen Seite und der Bundesverband der Personaldienstleister (BAP) und der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) auf der anderen Seite noch weit auseinander. "Ohne eine akzeptable Regelung zur fairen Bezahlung der Leiharbeitnehmer gibt es keine Lösung des Tarifkonflikts", sagte Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Verhandlungsführerin der IG Metall, am Freitag in Frankfurt. Dazu gehöre ein Branchenzuschlag, der ab dem ersten Tag gezahlt werde.

Beide Seiten verständigten sich auf die Einrichtung einer technischen Kommission, die den nächsten Verhandlungstermin vorbereiten soll.

Medieninformation| 26.April 2012

Sitzung der Tarifkommissionen Mittelgruppe und Thüringen Warnstreiks sollen Druck erhöhen

Friedberg. Die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Frankfurt (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) haben sich am Donnerstag in Friedberg/Hessen einmütig dafür ausgesprochen, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen und unmittelbar nach Ende der Friedenspflicht zum 29. April, 00:00 Uhr) mit Warnstreiks zu beginnen. 

Bereits vor Ende der Friedenspflicht haben mehr als 12.000 Menschen in verschiedenen Auftaktveranstaltungen in den vier Bundesländern des Bezirks ihren Protest gegen das unzureichende Angebot der Arbeitgeber geäußert. „Die hohe Beteiligung zeigt die Enttäuschung über das mickrige Angebot der Arbeitgeber und die Entschlossenheit in den Belegschaften, für die Forderungen der IG Metall einzutreten. „Beim Geld zu wenig, bei Leiharbeit und Übernahme nichts, stattdessen Gegenforderungen, das ist eine gezielte Provokation“, sagte IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild.  

Schild: „Wir werden nun mit Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Nur so besteht noch eine Chance auf eine Lösung zu den drei Forderungselementen der IG Metall ohne Arbeitskampf.“ Die Tarifkommission schloss allerdings in ihrer heutigen Sitzung nicht aus, dass ein solcher Arbeitskampf in der Metallindustrie notwendig sein könnte. Es wurde beschlossen, ab sofort alle Maßnahmen zur Vorbereitung darauf einzuleiten. „Da die Arbeitgeber die deutlichen Signale der Beschäftigten entweder nicht wahrnehmen oder nicht respektieren, bleibt keine andere Wahl“, so Schild. In der nächsten Verhandlung müsse ein tatsächliches Angebot auf den Tisch. „Wir haben nach monatelangen Gesprächen und über 30 Verhandlungen bundesweit keine Zeit mehr zu verschenken,“ so Schild. 

Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Geld mehr Mitbestimmung bei der Leiharbeit und die unbefristeten Übernahme von Ausgebildeten für die rund 400.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen.  

IG Metall Bezirk Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen 

Presse, Medien, Kommunikation

Argument zur Tarifrunde: Angebot der Arbeitgeber

26. April 2012| Beschäftigte wollen größeres Stück vom Kuchen

Drei Prozent für 14 Monate haben die Arbeitgeber beim Geld angeboten. Das sei ein faires Angebot, war ihre Botschaft. Das ist es aber nicht, sagt die IG Metall.

metallnachrichten

Arbeitgeber-Angebot

Grafik: Reinhard Alff

+++ Angebot der Arbeitgeber nicht akzeptabel +++ IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Geld +++ 

 

Medieninformation| 19. April 2012

Unzureichendes Angebot in der dritten Verhandlungsrunde in Mainz

IG Metall: Mogelpackung - Arbeitgeber suchen den Konflikt

Mainz. Als Mogelpackung hat die IG Metall das Angebot der Arbeitgeber der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen) bezeichnet, das sie in der 3. Verhandlungsrunde in Mainz vorgelegt hatten. Drei Prozent auf 14 Monate seien, wenn man diese auf 12 Monate umrechne, eben keine 3%, erklärte IG Metall-Verhandlungsführer Armin Schild. Das Angebot sei offenbar als Provokation gedacht und werde auch als solche verstanden. Es berücksichtige in keiner Weise die wirtschaftliche Lage der Metallindustrie, weder für das außerordentlich erfolgreiche Jahr 2011, noch für das stabile Jahr 2012.

Besonders enttäuschend sei die Blockade zur Forderung nach unbefristeter Übernahme und Mitbestimmung bei Leiharbeit. Auf den Vorschlag der IG Metall einen weiteren Verhandlungstermin vor Ablauf der Friedenspflicht zu vereinbaren, gingen die Arbeitgeber nicht ein. Schild: „Es ist leider unwahrscheinlich, dass die Arbeitgeber vor Ende der Friedenspflicht doch noch ein tatsächlich verhandlungs- oder gar lösungsfähiges Angebot vorlegen. Deshalb sind Warnstreiks ab 29. April unvermeidlich.“  

Bereits am Donnerstagmorgen hatten zahlreiche Betriebe im Bezirk mit mehr als 7.000 Beschäftigten zeitweise die Arbeit niedergelegt, unter anderem kamen in Thüringen rund 1.500 Beschäftigte dem Warnstreikaufruf der IG Metall nach. In Rheinland-Pfalz beteiligten 3.200 Beschäftigte an spontanen Protestaktionen. Im Saarland waren es 2.200 Beschäftigte. Des Weiteren fanden mehrere betriebliche Aktionen in Hessen statt. Vor dem Verhandlungslokal in Mainz hatte die IG Metall-Jugend eine übergroße Mogelpackung aufgebaut und forderte die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten.  

Schild: „Das Angebot ist weder geeignet, die Spaltung der Belegschaften aufzuheben, noch den gesellschaftlichen Skandal des Missbrauchs der Leiharbeit zu beenden und enthält ein enttäuschendes Entgeltangebot. Es ist eine Mogelpackung.“ 

Die Tarifkommissionen der Mittelgruppe und Thüringen werden am 26. April zusammen kommen, um über das Angebot der Arbeitgeber zu beraten.  

IG Metall Bezirk Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen 

Presse, Medien, Kommunikation

17. April 2012 - Wir waren dabei!

Auftaktveranstaltung zur Tarifbewegung

Copyright Vermerk: sellingpix/Panthermedia.net

Unter dem Motto "Jetzt geht´s los" rief die IG Metall Trier zur regionalen Auftaktveranstaltung zur Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie in Rheinland-Pfalz am 17. April in Frankenthal auf.

Über 1.000 Metallerinnen und Metaller haben den Weg nach Frankenthal auf sich genommen um an der Auftaktveranstaltung der IG Metall teilzunehmen. Mehr als 180 Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich der IG Metall Trier folgten dem Aufruf, darunter waren Kolleginnen und Kollegen der Firmen Andreas Stihl AG, DURA, Ideal Standard, Pedax, Schaeffler, SIEGENIA-AUBI, TK Bilstein, GKN Driveline, Vossloh-Laeis und Volvo. 

Hauptredner der Veranstaltung war der Bezirksleiter des Bezirks Mitte (verantwortlich für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen), Armin Schild.

Armin Schild erklärte, dass es umgehend zu Warnstreiks in Thüringen kommen werde, für den Fall, dass es in der nächsten Verhandlungsrunde kein verhandlungsfähiges Angebot geben wird. Ferner werden sich in diesem Fall auch die Betriebe im Westen der Republik nach Ablauf der hier geltenden Friedenspflicht nach dem 28.04.2012 beteiligen.

Er appellierte an die Anwesenden, solidarisch für alle 3 Kernforderungen

  • 6,5% Lohnerhöhung, 
  • unbefristete Übernahme der Ausgebildeten sowie 
  • mehr Mitbestimmung für die Betriebsräte bei Leiharbeit, 

einzutreten.

17. April |CongressForum Frankenthal

Medienbericht - Prüm Aktuell vom 18. April 2012

STIHLER aus Weinsheim mischen beim Auftakt der Verhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie kräftig mit

Foto: Paula Sonnen

Frankenthal/Weinsheim (boß) 6,5 Prozent mehr Geld, unbefristete Übernahme und faire Leiharbeit – das sind die Forderungen der Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie des Bezirks Frankfurt - zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen - für die Tarifrunde 2012.

Medieninformation| 18. April 2012

Warnstreiks nach unzureichendem Angebot

IG Metall warnt vor Eskalation

Frankfurt/Nierstein. Die IG Metall Mitte hat die Arbeitgeber der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen) davor gewarnt, sich dem heute in NRW vorgelegten Tarifangebot für die Metallindustrie anzuschließen. "Das als Lösungsvorschlag zu bezeichnen ist vermessen. Es ist weder Angebot noch Lösung. Es ist eine Provokation, die nur dem Ziel des Hinhaltens dienen soll“, sagte IG Metall Verhandlungsführer Armin Schild am Vorabend der Tarifverhandlungen für die 400.000 Beschäftigten in der Mittelgruppe. 

Die Geschäftsführer der 27 Verwaltungsstellen im Bezirk erklärten auf einer Konferenz in Nierstein einstimmig, dass diese Mogelpackung völlig unzureichend sei. Die IG Metall sei in der Mittelgruppe noch immer bereit, einen Tarifabschluss noch vor Ablauf der im Westen geltenden Friedenspflicht zu erreichen. Das erste Angebot der Arbeitgeber lasse aber keine Wahl. Die erste Warnstreikphase werde sichtbar, wirkungsvoll und spürbar in den Betrieben der vier Bundesländer durchgeführt. Die IG Metall hätte keinen Grund, auf Vernunft bei den Arbeitgebern zu warten. In Thüringen werde sofort und in den westlichen Bundesländern unmittelbar ab dem Ende der Friedenspflicht am 28. April 2012 um 24.00 Uhr zu Warnstreiks aufgerufen. Die Beschäftigten in der erfolgreichsten Einzelbranche ganz Europas hätten Anspruch auf faire Teilhabe und Beteiligung am Produktivitätsfortschritt.  

Besonders enttäuschend sei das Angebot in Hinblick auf die Forderung zur unbefristeten Übernahme der Ausgebildeten und mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeit. "Mit befristeten und damit prekären Beschäftigungsperspektiven für die Jugend werden wir den aufziehenden Fachkräftemangel nicht bewältigen," so Schild. 

Dass die Arbeitgeber endlich eingesehen haben, dass die skandalöse Bezahlung der Leiharbeiter, die sie selbst zu verantworten haben, dringend verbessert werden muss, ist gut. Dass sie dies mit einer Arbeitszeitverlängerung der Stammbelegschaft bezahlen lassen wollen, ist zynisch. Dass sie den Betriebsräten die Instrumente zur Verhinderung solchen Missbrauchs weiterhin verweigern wollen, ist inakzeptabel und eine Belastung der weiteren Verhandlungen.  

Die Tarifkommissionen der Mittelgruppe und Thüringen werden am 26. April zusammen kommen, um über das Angebot der Arbeitgeber zu beraten.  

IG Metall Bezirk Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen 

Presse, Medien, Kommunikation

Medieninformation| 17. April 2012

Warnstreiks beginnen in dieser Woche

IG Metall warnt vor Eskalation des Tarifkonflikts

Frankfurt/Frankenthal/Erfurt. „Wenn die Metallarbeitgeber der Mittelgruppe (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) in der 3. Verhandlungsrunde am kommenden Donnerstag kein wirklich verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, wird die IG Metall im Bezirk Mitte noch in dieser Woche mit Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber machen.“ Das erklärte Bezirksleiter Armin Schild vor rund 1.000 Beschäftigten aus Rheinland-Pfalz auf einer Veranstaltung im pfälzischen Frankenthal. 

„Nach wochenlanger Blockade, nach drei mal Nein zu allen Forderungen, muss nun ein Angebot her, dass nicht Provokation, sondern Beitrag zur Lösung ist", sagte Schild. Die IG Metall werde dann Betriebe in Thüringen zu Warnstreiks aufrufen. (Hinweis: Die Arbeitnehmer in Thüringen sind nicht an die Friedenspflicht gebunden, die im Westen zum 28. April 2012 ausläuft.) Nach dem Ende der Friedenspflicht werden auch Beschäftigte in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu Warnstreiks antreten. 

Die IG Metall fordert in der diesjährigen Tarifrunde für die rund 400.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen Einkommensverbesserungen von 6,5%, die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und mehr Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte bei Leiharbeit.
Die dritte Verhandlungsrunde findet am Donnerstag, 19. April, ab 13 Uhr in Mainz (Kurfürstliches Schloss) statt.

IG Metall Bezirk Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen 

Presse, Medien, Kommunikation

Regionale Auftaktveranstaltung am 17. April in Frankenthal

Auch die 2. Verhandlungsrunde bleibt ohne Angebot der Arbeitgeber 

Trotz mittlerweile zahlloser Verhandlungen mit den Arbeitgebern zur unbefristeten Übernahme der Auszubildenden und der Verbesserung beim Einsatz von Leiharbeitern in den Betrieben ist von den Arbeitgebern bis heute nichts gekommen als ideologisch aufgeladene heiße Luft. Zu unseren Forderungen gibt es nach wie vor ein kategorisches Nein. 

Argument zur Tarifrunde

17. April 2012| Mehr Lohn für mehr Leistung

Von 100 Euro Umsatz mussten die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie im letzten Jahr im Schnitt gerade mal 16,10 Euro für die Bezahlung der Beschäftigten aufwenden. Mit unserer Entgeltforderung würden sich ihre Gesamtkosten lediglich um etwas mehr als ein Prozent erhöhen.

Argument zur Tarifrunde

5. April 2012| Unbefristete Übernahme - Regel mit Ausnahmen

Die IG Metall will die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung zur Regel machen. Die Arbeitgeber unterschlagen bewusst, was die IG Metall von Anfang an gesagt hat: Es soll Ausnahmen von der Regel geben.

Medieninformation: Zweite Tarifverhandlung brachte keine Annäherung

IG Metall warnt vor Verzögerungstaktik

29.03.2012 Darmstadt| Armin Schild, IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer, forderte die Arbeitgeber auf, ein tragfähiges Angebot vorzulegen. Die IG Metall warnte die Arbeitgeber vor einer Verzögerungstaktik. Bis jetzt sei man keinen Schritt weitergekommen. Obwohl die IG Metall bereits Monate vor der Tarifrunde Gespräche über Übernahme und Leiharbeit angeboten habe, sei von den Verbänden bis heute nichts gekommen als „ideologisch aufgeladene heiße Luft". Der Druck in den Betrieben nehme zu, die Empörung der Belegschaften wachse von Tag zu Tag. „Wir wollen zu allen drei Themen eine Lösung vor dem Ende der Friedenspflicht. Das geht, aber geht nur, wenn die Arbeitgeber ideologischen Dampf ablassen. „Sie haben noch eine Chance am 19. April, danach müssen wir andere Töne anschlagen", sagte Schild. 

Vor dem Verhandlungsbeginn hatten wiederum über 1.000 Beschäftigte für die Forderungen der IG Metall vor dem Verhandlungslokal demonstriert. Unter anderem nahm die gesamte Belegschaft von Teka Küchentechnik in Haiger an der Kundgebung teil. Seit zwei Wochen kämpfen die 200 Beschäftigten für den Erhalt des Standortes und der Arbeitsplätze. Die IG Metall verlieh am Donnerstag den Heiligen Prekarius, den Schutzpatron der Leiharbeitnehmer, an das Lampertheimer Unternehmen Ixys Semiconductor. In dem Unternehmen, das Halbleiter herstellt, besteht die Belegschaft zu 40 Prozent aus Leiharbeitnehmern. Viele von ihnen sind dort seit mehr als vier Jahren zu erheblich niedrigeren Entgelten als Stammbeschäftigte im Einsatz. IG Metall und Betriebsrat fordern seit Monaten eine Senkung der Leiharbeitsquote. Aus Sicht der IG Metall ist das ein Paradebeispiel für die Notwendigkeit, Leiharbeit tariflich zu regeln. Mit der Verleihung des heiligen Prekarius soll darauf hingewiesen werden.

Die zweite Tarifverhandlung für die rund 400.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen brachte am Donnerstag in Darmstadt keinerlei Annäherung. Die Tarifvertragsparteien haben sich auf den 19. April in Mainz vertagt. Auch in der zweiten Runde wurde über alle drei Themen des Forderungspakts verhandelt: Einkommensverbesserungen von 6,5 Prozent, unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und mehr Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte bei Leiharbeit.

IG Metall Bezirk Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen Presse, Medien, Kommunikation

Leiharbeit BAP/iGZ

Kein Fortschritt in den Verhandlungen

Auch die zweite Verhandlung mit den Zeitarbeitsverbänden BAP und iGZ am 20. März 2012 endete ohne nennenswerte Fortschritte. Die Positionen sind immer noch weit auseinander. Der nächste Termin ist am 27. April. 

Pressemitteilung

IG Metall: Arbeitgeberverbände der Leiharbeit müssen sich bewegen

20.03.2012 Frankfurt/Main - Die IG Metall hat den Bundesverband der Personaldienstleister (BAP) und den Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) aufgefordert, mehr zu einer Lösung in den Tarifverhandlungen beizutragen. "Die Arbeitgeberverbände der Leiharbeit müssen sich in den Verhandlungen bewegen und mehr Bereitschaft für konkrete Verhandlungsfortschritte in Richtung fairer Bezahlung von Leiharbeitnehmern zeigen", forderte Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Verhandlungsführerin der IG Metall, am Mittwoch in Frankfurt. Sachlichkeit allein genüge nicht, notwendig sind jetzt konstruktive Vorschläge, um eine gemeinsame Lösung durch die Tarifvertragsparteien zu erreichen. Die dritte Verhandlungsrunde soll am 27. April 2012 stattfinden. 

"Die IG Metall drängt auf mehr Fairness in der Leiharbeit", betonte Schwitzer. Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie beobachteten nicht nur den Fortgang der Tarifverhandlungen für ihre Branche, sondern auch die mit den Verbänden der Leiharbeit sehr aufmerksam. 

18.04.2012 |

Argument zur Tarifrunde

20. März 2012| Missbrauch stoppen - Leiharbeit fair bezahlen

Copyright Vermerk: Thomas Härtrich

Die IG Metal verhandelt mit den Zeitarbeitsverbänden über Branchenzuschläge für Leihbeschäftigte in Metall- und Elektrobetrieben. Ziel ist gleiches Geld für gleiche Arbeit. Mit den Metall-Arbeitgebern verhandelt die IG Metall außerdem über mehr Mitbestimmungsrechte für Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeit. Den Missbrauch von Leiharbeit stoppen. Das ist das Thema des dritten Arguments zur Tarifrunde.

Argument zur Tarifrunde

14. März 2012| Unbefristete Übernahme: Nützt jungen Menschen und Betrieben

In keiner Altersgruppe ist die Arbeit so unsicher wie bei den Jungen. Dabei brauchen die Unternehmen dringend Fachkräfte. Es wird immer schwieriger für sie, den Bedarf zu decken.

Argumente zur Tarifrunde

9. März 2012| Geschäftsklimaindex: Unternehmen schätzen künftige Exportgeschäfte optimistisch ein

Copyright Vermerk: Andre Poloczek

Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Februar erneut gestiegen. Dies ist eine günstige Ausgangslage für die beginnende Tarifrunde in der deutschen Metall- und Elektroindustrie.

Medieninformation

IG Metall: Arbeitgeber sind notorische Neinsager

1. Tarifverhandlung in der Mittelgruppe und Thüringen

Frankfurt. Die 1. Tarifverhandlung für die rund 400.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen sind am Dienstag in Frankfurt auf den 29. März vertagt worden. Zu Beginn der Gespräche hatten rund 1000 überwiegend junge Beschäftigte vor dem Verhandlungslokal für die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten demonstriert. Auf Spruchbändern forderten sie: „Traut euch! Sagt Ja zur Übernahme!“ 

IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild: „Zu Beginn der Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie haben wir es auf Seiten der Arbeitgeber mit Neinsagern zu tun. Sie sagten gleich dreimal Nein: Nein zur unbefristeten Übernahme und Nein zu mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeit, Nein zu mehr Geld. Unsere Forderungen sind wirtschaftlich sinnvoll, für die Unternehmen bezahlbar und ein Beitrag, um endlich wieder Ordnung am Arbeitsmarkt herzustellen."  

Schild kritisierte, dass seit 12. Januar die Gespräche zur unbefristeten Übernahme nicht wesentlich vorangekommen seien. Die Arbeitgeber verharrten in der Winterstarre und bewegten sich nicht. Die IG Metall werde jetzt den Druck erhöhen. In den Betrieben verlangten die Beschäftigten Ergebnisse zu allen drei Forderungen. Schild: "Wenn die Arbeitgeber glauben, sie könnten die Forderungen nach mehr Mitbestimmung bei der Leiharbeit und der unbefristeten Übernahme der Ausgebildeten aussitzen, täuschten sie sich. Wenn sie ihren „Herr-im-Haus- Standpunkt“ nicht aufgeben, werden wir die Konflikte eben in den Betrieben austragen müssen. Mit der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Geld verlangt die IG Metall eine angemessene Beteiligung an der fulminanten wirtschaftlichen Entwicklung nach der Krise.“ 

Hinweis:

Der aktuelle Tarifvertrag endet am 31. März 2012. Die Friedenspflicht zwischen den Tarifvertragsparteien läuft am 28. April 2012 aus. 

IG Metall Bezirk Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen 

Presse, Medien, Kommunikation

Tarif 2012

Vorstand beschließt Entgeltforderung

Journalisten und Kamerateams vor der Sitzung beim Vorstand

Die IG Metall fordert für die rund 3,6 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen von 6,5 Prozent. Das beschloss der Vorstand der Gewerkschaft am Freitag in einer außerordentlichen Sitzung in Frankfurt und bestätigte damit die Anträge der regionalen Tarifkommissionen. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. "Unsere Forderung ist wirtschaftlich vernünftig und sichert den Beschäftigten einen fairen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung", sagte Berthold Huber.

Tarifkommissionen Mittelgruppe und Thüringen beschließen Forderungen

Tarifrunde 2012 beginnt

Frankfurt. Mit einer Entgeltforderung von 6,5 Prozent für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie geht der Bezirk Frankfurt für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen in die Tarifrunde 2012. Weitere Forderungselemente sind die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und Mitbestimmungsrechte für Betriebsräte, um Leiharbeit zu begrenzen und fair zu regulieren. Dies beschlossen die Tarifkommissionen der vier Bundesländer am Donnerstag in Frankfurt einstimmig. Erstmalig verhandeln die Mittelgruppe und Thüringen gemeinsam. Die erste Tarifverhandlung für die rund 420.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie ist am 6. März in Frankfurt.

Medieninformation - Zweites Tarifgespräch zur Übernahme und Leiharbeit

IG Metall fordert Tarifpolitik aus einem Guss

10.02.2012 Mainz/Frankfurt. Nach dem zweiten Tarifgespräch am Freitag in Mainz verständigten sich die IG Metall im Bezirk Frankfurt (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) und die Arbeitgeberverbände der Mittelgruppe und Thüringen auf eine Fortsetzung der Gespräche bis Ende März (ein genauer Termin steht noch nicht fest). Die Themen Berufseinstieg förderungsbedürftiger Schulabgänger, Übernahme Ausgebildeter, Mitbestimmung bei Leiharbeit sollen dabei weiterhin im Mittelpunkt stehen. „Ziel ist es, tragfähige Lösungen für das Thema förderungsbedürftige Schulabgänger noch vor Ablauf der Friedenspflicht zu erreichen", sagte IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild. „Damit ist klar, dass wir unserer Tarifkommission am 23.2. vorschlagen werden, die Fragen der fairen Gestaltung der Leiharbeit, die Übernahme Ausgebildeter und die Entgeltforderung zu einer Forderungseinheit zu verbinden. Sie haben gleichwertigen Stellenwert in dieser Tarifrunde. Sie sind Kernforderungen der IG Metall und lassen sich nicht voneinander trennen. Wir wollen Tarifpolitik aus einem Guss."Erstmalig haben die Tarifvertragsparteien der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland) und Thüringens zusammen verhandelt. Damit zählt diese Tarifregion zu den größten der Metall- Elektroindustrie in Deutschland. Sie vertritt rund 415.000 Beschäftigte in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in den vier Bundesländern. Verhandlungsführer Schild: „Der Tarifabschluss wird für Ost und West gleichermaßen gelten. Nach über zwanzig Jahren wird Ost und West in der Mitte zusammengeführt."

IG Metall Bezirk Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen 

Presse, Medien, Kommunikation

Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie

Forderungsempfehlung des Vorstands

IG Metall-Vorstand empfiehlt bis zu 6,5 Prozent für Metall-Tarifrunde

Frankfurt/Main - Der Vorstand der IG Metall hat den regionalen Tarifkommissionen für die Tarifrunde 2012 in der Metall- und Elektroindustrie eine Forderung nach Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen von bis zu 6,5 Prozent empfohlen.

dpa Nachrichten 7.02.2012

IG-Metall-Chef Huber: ‚‚Tarifforderung für Industrie finanzierbar’’

Frankfurt/Main (dpa) - Die IG Metall will ihren Mitgliedern in der anstehenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie einen ‚‚fairen und angemessenen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung’’ verschaffen. Sie fordert bis zu 6,5 Prozent mehr Geld. ‚‚Unsere Forderung ist von den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie finanzierbar. Sie ist wirtschaftlich geboten und würde den Beschäftigten einen fairen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung sichern’’, sagte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, am Dienstag in Frankfurt. ‚‚Die Menschen haben es verdient.’’

Die Entgelt-Forderung stehe gleichberechtigt neben den inhaltlichen Anliegen nach einer unbefristeten Weiterbeschäftigung der Ausgelernten und mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeitern.

Die Arbeitgeber haben die Forderungen abgelehnt. In der zentralen Industriebranche Deutschlands wird über die Tarife für rund 3,6 Millionen Beschäftigte verhandelt. Die endgültigen Entscheidungen über die Forderungen in den sieben Tarifgebieten fällen in zwei Wochen die regionalen Tarifkommissionen. dpa ceb/hqs yyhe n1 uw 

dpa Nachrichten 7.02.2012/ IG Metall berät Tarif-Forderung

Huber: IG Metall bleibt bei Forderung nach 6,5 Prozent

Frankfurt/Main (dpa) - Die IG Metall bleibt bei ihrer Forderung nach bis zu 6,5 Prozent mehr Geld in der anstehenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie. Er werde sich bei der Vorstandssitzung am Dienstag dafür aussprechen, kündigte der Erste Vorsitzende Berthold Huber am Montagabend in Frankfurt an. Man werde auf einer kurzen Laufzeit bestehen, ergänzte die im Vorstand für Tarifpolitik zuständige Helga Schwitzer. Entsprechend hatten sich bereits die sieben Bezirke der Gewerkschaft geäußert, die in zwei Wochen die endgültigen Forderungen förmlich beschließen werden. 

Die Entgelt-Forderung stehe gleichberechtigt neben den inhaltlichen Anliegen nach einer unbefristeten Weiterbeschäftigung der Ausgelernten und mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeitern, führten die Gewerkschafter aus. Huber verteidigte seinen Ansatz, bei der Forderung auch die gute konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2011 zu berücksichtigen. In dem Jahr sei der verteilungsneutrale Spielraum wegen des sehr langfristigen Krisenabschlusses aus dem Jahr 2010 nicht völlig ausgeschöpft worden. Die Gewerkschaft verlange keinen Nachschlag, sondern eine faire Beteiligung der Belegschaft am Aufschwung. 

Besonders schwierige Verhandlungen erwartet die IG Metall in der Frage der Leiharbeiter. In den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie will sie eine erweiterte Mitbestimmung der Betriebsräte zum Einsatz von Leiharbeitern erreichen. Parallel dazu beginnen am 22. Februar im Raum Düsseldorf die Verhandlungen mit den Zeitarbeitsverbänden BAP und IGZ. Dort werde man für die rund 300 000 Leiharbeiter einen Branchenzuschlag verhandeln, der die Lücke zur Gleichbezahlung mit den Stammarbeitern kleiner mache, kündigte der Zweite Gewerkschaftsvorsitzende Detlef Wetzel an. 

«Mit dem Branchenzuschlag werden wir kein Equal Pay erreichen», sagte Wetzel einschränkend. Dazu werde es wohl nur in einigen Betrieben kommen, in denen besonders durchsetzungsstarke Betriebsräte hohe zusätzliche Einsatzpauschalen durchsetzen könnten. Bereits heute haben sich beispielsweise große Autohersteller verpflichtet, ihre Leiharbeiter in gleicher Höhe zu entlohnen wie die Stammbelegschaft. Es werde in der Tarifauseinandersetzung gemeinsame Aktionen der Stammbelegschaften und der Leiharbeiter geben.  

Gewerkschaftsvize Wetzel forderte die Arbeitgeber zudem auf, ihren Widerstand gegen die unbefristete Weiterbeschäftigung der fertig Ausgebildeten aufzugeben. Sie haben bislang Anspruch auf zwölf Monate Weiterbeschäftigung. Die angestrebte Regelung habe mit Verbeamtung nichts zu tun, meinte der Gewerkschafter in Anspielung auf ein Zitat des Gesamtmetall-Chefs Martin Kannegiesser. Der Widerstand gründe auf einer überkommenen «Herr-im-Haus»-Einstellung. «Ein unbefristeter Arbeitsvertrag ist noch lange keine Anstellung auf Lebenszeit.» 

Die Arbeitgeber haben die Forderungen abgelehnt. In der zentralen Industriebranche Deutschlands wird über die Tarife für rund 3,6 Millionen Beschäftigte verhandelt. Die endgültigen Entscheidungen über die Forderungen in den sieben Tarifgebieten fällen in zwei Wochen die regionalen Tarifkommissionen. Den Verhandlungsauftakt bestreiten die Regionen Baden-Württemberg, Niedersachsen und Mitte mit Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Friedenspflicht läuft Ende April aus, so dass ab Mai Warnstreiks möglich wären. dpa ceb yyhe z2 aj

dpa nachrichten 6.02.2012

Vorstand der IG Metall berät Tarif-Forderung

Frankfurt/Main (dpa) - Für die wichtigste Tarifrunde des Jahres werden am Dienstag in Frankfurt die Weichen gestellt. Der Vorstand der IG Metall berät für rund 3,6 Millionen Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie seine Forderungsempfehlung, die dann noch einmal zwei Wochen lang in den sieben Gewerkschaftsbezirken diskutiert werden soll. Nachdem sich die Bezirke schon vorab nahezu einheitlich für Werte bis zu 6,5 Prozent mehr Geld ausgesprochen haben, wird nicht mit einem Abweichen des Vorstands gerechnet.

Die Gewerkschaft will zudem die unbefristete Anstellung der fertig Ausgebildeten und mehr Mitsprache beim Einsatz von Leiharbeitern erreichen, was auf entschiedenen Widerstand bei den Arbeitgebern stößt. Gesamtmetall hat auch die Gehaltsforderung der Gewerkschaft abgelehnt. Verbandschef Martin Kannegiesser hatte die prozentuale Forderung als überhöht zurückgewiesen und der IG Metall vorgeworfen, dass sie eine unlautere Nachschlag-Diskussion führe. IG-Metall-Chef Berthold Huber hatte verlangt, die sehr gute konjunkturelle Entwicklung 2011 wie auch das gerade begonnene Tarifjahr 2012 in den Verhandlungen zu berücksichtigen.

Die Arbeitgeber wollen zudem eine möglichst lange Laufzeit erreichen, während die IG Metall eine kurze Geltungsdauer bevorzugt. Die Verhandlungen in den Bezirken beginnen Mitte März. Die Friedenspflicht läuft Ende April aus, so dass ab Mai Warnstreiks möglich wären.dpa ceb yyhe n1 hgo06.2.12, 14.34 Uhr

Sitzung der Tarifkommission

IG Metall Tarifrunde: "Wir sind entschlossen"

Medieninformation 25.01.2012

Frankfurt/Friedberg. Die Tarifkommissionen der IG Metall für die Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland) und Thüringen haben am Mittwoch in Friedberg die Forderungsdiskussion für die rund 420.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie dieser Bundesländer geführt. Im Mittelpunkt stand die Forderung nach mehr Geld, die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und Regelungen zur Regulierung von Leiharbeit. Die Debatte in den Tarifkommissionen ist Grundlage für den Beschluss der Forderungsempfehlung des IG Metall-Vorstandes am 7. Februar. Die endgültige Höhe der Entgeltforderung und weitere Forderungselemente beschließen die Tarifkommissionen am 23. Februar. 

IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild sagte: „Die Debatte hat gezeigt: Die Mitglieder der Tarifkommissionen sind fest entschlossen, eine spürbare und faire Erhöhung der Realeinkommen durchzusetzen.“ Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung in 2011 und der Erwartungen für 2012 sehe er für die weitere Diskussion 6 oder 6,5 Prozent als Orientierungspunkt. Einhellig vertraten die Tarifkommissionen zudem die Auffassung, die unbefristete Übernahme der Auszubildenden müsse in dieser Tarifrunde verwirklicht werden. Sie forderten die Arbeitgeber erneut auf, ihre Blockadehaltung bei den qualitativen Themen aufzugeben. „Förderungsbedürftige Schulabgänger haben das Recht auf eine Chance, Auszubildende brauchen eine verlässliche berufliche Perspektive, die Betriebe benötigen Fachkräfte, da ist die Konsequenz doch sonnenklar. Wenn die Arbeitgeber in der Mittelgruppe weiter mauern, sind wir entschlossen ihre Blockademauer einzureißen“, so Verhandlungsführer Schild.  

Bereits im Vorfeld der Tarifrunde führen IG Metall und Arbeitgeberverbände Gespräche zu qualitativen Themen. Vor allem geht es dabei um die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeitern in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie. Ziel ist es, Regelungen zu diesen Themen möglichst noch vor der Tarifrunde zu vereinbaren. Das nächste Tarifgespräch dazu findet am 10. Februar statt.  

IG Metall Bezirk Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen 

Presse, Medien, Kommunikation

Medieninformation - Tarifgespräch der Mittelgruppe

Keine Annäherung bei Übernahme und Leiharbeit

Frankfurt. Die Tarifvertragsparteien der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland) sind am Donnerstag in Frankfurt zu einem ersten Tarifgespräch zusammengekommen, um die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten, betriebliche Einstiegsqualifizierungen für förderungsbedürftige Jugendliche sowie Mitbestimmungsrechte beim Einsatz von Leiharbeitnehmern zu erörtern. 

IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild erklärte nach dem Gespräch: „Wir haben keine Annäherung erreicht. Die Arbeitgeber bauen eine Blockademauer bei der unbefristeten Übernahme und einer fairen Regulierung der Leiharbeit auf. Ihre Behauptung, dass 75 Prozent der Unternehmen übernehmen würden, verfehlt das Thema. Eine aktuelle Umfrage der IG Metall unter 2.800 Auszubildenden ergab, dass vier von fünf nur befristete Verträge erhalten. 40 Prozent der unter 25jährigen sind in sogenannten atypischen Arbeitsverhältnissen beschäftigt. Schild: „Daher fordern wird, dass jeder Ausgebildete grundsätzlich nach bestandener Abschlussprüfung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen wird. Wer Fachkräfte will, kann nicht gegen die unbefristete Übernahme sein.“

Die IG Metall kündigt an, noch vor Beginn der Tarifrunde diese Themen auch verstärkt in die Betriebe zu tragen. Ziel ist es, möglichst viele betriebliche Regelungen zur unbefristeten Übernahme der Ausgebildeten und Besservereinbarungen bei der Leiharbeit zu erreichen. Über die einzelnen Betriebsvereinbarungen werden wir auch auf unserer Homepage unter www.igmetall-bezirk-frankfurt.de berichten. 

Die Tarifvertragsparteien verständigten sich darauf, die Tarifgespräche am 10. Februar 2012 fortzusetzen.

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Sitzung der Tarifkommissionen

IG Metall fordert mehr Geld, unbefristete Übernahme und mitbestimmte Leiharbeit

Frankfurt. Die Tarifkommissionen der IG Metall für die Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland) und für Thüringen haben am Freitag in Frankfurt die Forderungsdiskussion für die rund 380.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen begonnen. Im Mittelpunkt standen die Forderung nach mehr Geld, die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und eine Regelung zum Einsatz von Leiharbeitnehmern. 

IG Metall und die Arbeitgeberverbände hatten sich darauf verständigt, schon im Vorfeld der im Frühjahr beginnenden Tarifrunde Gespräche und Verhandlungen zu den Themen Übernahme und Leiharbeit zu führen. Die Gespräche dazu beginnen am 12. Januar 2012.  

IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild: „Unser Ziel ist es, eine satte Entgeltsteigerung durchzusetzen und bereits vor der Entgeltrunde zu den Themen Leiharbeit und Übernahme der Auszubildenden Ergebnisse zu erzielen. Damit wollen wir Signale in den Betrieben setzen: Insbesondere die Lage der jungen Generation ist gekennzeichnet von prekären Arbeitsverhältnissen Befristungen und Werkverträgen. Wenn die Arbeitgeber Fachkräfte haben wollen, können sie sich unserer Forderung der unbefristeten Übernahme von Ausgebildeten nicht verweigern. Auch das Thema Leiharbeit brennt uns auf den Nägeln. Hier wollen wir in dieser Runde Meilensteine setzen. Wir werden in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie die mitbestimmte Leiharbeit und einen Tarifvertrag fordern, der das Ob und das Wie der Leiharbeit regelt.“

Die Tarifverträge enden zum 31. März 2012. Die IG Metall beschließt ihre Forderungen am 23. Februar 2012.

IG Metall Bezirk Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen

Presse, Medien, Kommunikation

Sitzung der Tarifkommissionen

Medieninformation

IG Metall führt Forderungsdiskussion in den Betrieben


Frankfurt.
Die Tarifkommissionen der IG Metall für die Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland) und für Thüringen kommen am Freitag, 16. Dezember 2011, ab 10 Uhr im DGB-Haus in Frankfurt zusammen, um über die Rahmenbedingungen der im Frühjahr beginnenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie zu beraten. Die Tarifverträge enden zum 31. März 2012. Die IG Metall beschließt ihre Forderungen am 23. Februar 2012. Von der Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie sind in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen rund 380.000 Beschäftigte betroffen.

In der Sitzung wird über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Betrieben in Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen diskutiert. Des Weiteren werden die Tarifkommissionen über die Vorgehensweise zur Durchsetzung weiterer Tarifforderungen beraten, die die IG Metall noch vor der Entgelttarifrunde vereinbaren will. Dazu zählt die Mitbestimmung der Betriebsräte über Leiharbeit, die Berücksichtigung förderungsbedürftiger Schulabgänger in der 3,5 jährigen Berufsausbildung der Metallindustrie sowie die tarifliche Sicherung der unbefristeten Übernahme der Auszubildenden. Die IG Metall hatte sich am vergangenen Freitag in den Tarifgebieten der Mittelgruppe mit den Arbeitgeberverbänden darauf verständigt, noch vor der Entgelt-Tarifrunde zu diesen Themen eine Reihe von Gesprächsterminen durchzuführen.

IG Metall Bezirk Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen
Presse, Medien, Kommunikation

Tarifrunde

Medieninformation

Leiharbeit und Übernahme der Ausgebildeten
IG Metall kündigt Gespräche noch vor der Tarifrunde an

Tarifpolitisches Forum

Medieninformation

Im Vorfeld der 2012 anstehenden Tarifrunde für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie haben Betriebsräte und Tarifkommissionsmitglieder des IG Metall Bezirks Frankfurt (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) über die ökonomische Entwicklung und gewerkschaftspolitische Herausforderungen beraten.

Holz und Kunststoff Rheinland-Pfalz

Mehr Geld für alle

In der zweiten Verhandlungsrunde ist es gelungen zu einem Ergebniss zu kommen, dass die zirka 5.000 Beschäftigten der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie in Rheinland-Pfalz in angemessener Weise am Aufschwung beteiligt. 

Presseinformation

Tarifkommission Mittelgruppe und Thüringen

IG Metall will deutliche Entgeltzuwächse, Übernahme der Auszubildenden und Mitbestimmung bei Leiharbeit.

Portal zur Tarifrunde Metall und Elektro 2012

Tarif-Fahrplan Metall und Elektro

Januar 2012
Mitglieder diskutieren in Betrieben und Tarifkommissionen die Forderung.

7. Februar 2012
IG Metall-Vorstand empfiehlt eine Tarifforderung.

Februar 2012
Tarifkommissionen debattieren die Forderungsempfehlung.

23. Februar 2012
Tarifkommissionen beschließen Tarifforderung und Kündigung der Tarifverträge.

24. Februar 2012
IG Metall-Vorstand berät die Erwartungen aus den Tarifkommissionen und beschließt die endgültige Forderung.

Mitte März 2012
Start der Verhandlungen.

31. März 2012
Entgelt-Tarifverträge enden.

26. April 2012
Friedberg, Sitzung der Tarifkommissionen.

27. April 2012
3. Tarifverhandlung Leiharbeitsverbände.

28. April 2012
24:00 Uhr - Ende der Friedenspflicht. 

09. Mai 2012
4. Tarifverhandlung.